Sensationssieg gegen den Spitzenreiter!
- fsieber89
- vor 27 Minuten
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Ein Abend der Mut macht: HV Oberlausitz Cunewalde bezwingt den Spitzenreiter Limbach-Oberfrohna.
HVO Cunewalde 25:21 Limbach-Oberfrohna (14:10)
Der HV Oberlausitz Cunewalde hat in der Bautzner Schützenplatzhalle für eine große Überraschung gesorgt. Gegen den Spitzenreiter aus Limbach-Oberfrohna, der zuvor erst eine Niederlage in 14 Saisonspielen hinnehmen musste, setzte sich der HVO mit 25:21 (14:10) durch und feierte einen enorm wichtigen Erfolg im Abstiegskampf.

Cunewalde kam gut in die Partie und legte direkt zwei Treffer vor. Von Beginn an präsentierte sich der HVO sehr konzentriert und überzeugte vor allem mit einer aggressiven und beweglichen 6:0-Abwehr. Diese bereitete den sonst so spielprägenden Limbachern Härtig und Musil über weite Strecken große Probleme.
Trainer Sieber lobte insbesondere den Innenblock:
„Was Bula und Mühlan im Innenblock aktuell leisten, ist wirklich außergewöhnlich gut. Das gibt der gesamten Mannschaft Energie und Sicherheit.“
Nach einem kurzen Zwischenhoch der Gäste, die zum 5:5 ausgleichen konnten, setzte Cunewalde zu einem Zwischenspurt an. Bis zur 17. Minute erspielte sich der HVO erstmals eine Vier-Tore-Führung (10:6). Auffällig war dabei das variable Angriffsspiel, das immer wieder über die Außen zu klaren Chancen führte. Da sich die Limbacher Abwehr stark auf Brabec und Custodio konzentrierte, nutzten die Cunewalder Außenspieler ihre Räume konsequent.
Besonders hervorgehoben wurde der junge Phillip Franke, der kurzfristig für den erkrankten Mertig einsprang:
„Beide Außenspieler haben ihre Sache sehr gut gemacht. Besonders möchte ich Phillip Franke hervorheben, der als Rechtshänder auf Rechtsaußen ein herausragendes Spiel gemacht hat.“
Die rund 180 Zuschauer in der Schützenplatzhalle sahen kurz vor der Pausensirene noch einen sehenswerten Höhepunkt. Ein Kempa-Treffer sorgte für den 14:10-Halbzeitstand und unterstrich die Spielfreude, mit der Cunewalde auftrat.
In der Kabine fand Sieber vor allem lobende Worte, mahnte aber auch Kleinigkeiten an:
„Wir müssen lediglich die leichten Ballverluste minimieren. Die haben uns drei einfache Gegentreffer eingebracht. Rechnet man dazu noch zwei Siebenmeter, haben wir nur fünf Gegentore aus dem Positionsspiel bekommen – das ist ein positives Zeichen für unsere Abwehrarbeit und für Torhüter Alexander Anys.“
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start und verkürzten zwischenzeitlich auf zwei Tore. Cunewalde ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und stellte immer wieder einen Drei-Tore-Vorsprung her. Diese Phase zog sich bis zur 47. Minute (21:18), ehe Limbach-Oberfrohna erstmals in Unterzahl geriet. Die folgenden Zeitstrafen – teils aufgrund von Undiszipliniertheiten – nutzte der HVO konsequent und baute den Vorsprung auf fünf Tore aus (23:18, 24:19).
Trainer Sieber zog ein positives Fazit:
„In Summe war das ein hochverdienter und sehr souveräner Sieg. Wir haben es geschafft, mit der besseren Mentalität und einer gewissen Lockerheit dieses Spiel für uns zu entscheiden.“
Auffällig blieb dabei auch der Blick auf die Statistik: Cunewalde hatte über die gesamte Partie ein deutlich ungünstigeres Verhältnis bei Zeitstrafen und Strafwürfen zu verkraften. Während auf HVO-Seite fünf Zeitstrafen zu Buche standen, kassierten die Gäste – abgesehen von zwei Strafen wegen Meckerns – lediglich eine. Auch das Siebenmeter-Verhältnis sprach mit 1:7 klar zugunsten von Limbach-Oberfrohna. Nach sachlicher Videoanalyse ließ sich daraus jedoch kein Hinweis auf eine deutlich härtere Gangart der Cunewalder Abwehr erkennen.
Für den HV Oberlausitz Cunewalde ist dieser Erfolg ein wichtiger Schritt. Er verschafft Luft im Abstiegskampf, stärkt das Selbstvertrauen und bestätigt das Potenzial der Mannschaft. Die Zuschauer in der Bautzner Schützenplatzhalle honorierten den starken Heimauftritt mit viel Applaus.



