HVO startet mit viel Elan in die Vorbereitung
- vor 2 Tagen
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Knapp zwei Wochen wird beim HV Oberlausitz Cunewalde inzwischen wieder geschwitzt. Seit Anfang Juli bereitet sich die Mannschaft intensiv auf die neue Verbandsligasaison vor. Nach dem freiwilligen Rückzug aus der Oberliga beginnt für den HVO ein neues Kapitel – eines, das trotz aller Diskussionen mit viel Optimismus und Tatendrang angegangen werden soll.

Die ersten Eindrücke stimmen Cheftrainer Florian Sieber jedenfalls zuversichtlich.
„Die Jungs ziehen richtig gut mit. Die Trainingsbeteiligung ist hoch, die Intensität passt und jeder bringt sich ein. Genau das wollten wir in den ersten Wochen sehen. Die Mannschaft arbeitet konzentriert und mit viel Ehrgeiz – das macht einfach Spaß.“
Der Fokus liegt derzeit auf den konditionellen Grundlagen mit vielen Intervallen, aber auch die ersten handballerischen Abläufe werden bereits intensiv trainiert. Schließlich soll zum Saisonstart eine Mannschaft auf der Platte stehen, die mit attraktivem und schnellem Handball überzeugt.
Besonders freut sich Sieber über die beiden Neuzugänge Marvin Trunsch (20) und Elias Huth (19), die vom LHV Hoyerswerda nach Cunewalde gewechselt sind.

„Beide Spieler kennen wir gemeinsam mit Torwarttrainer Torsten John noch aus unserer Zeit als Bezirksauswahltrainer. Deshalb wussten wir nicht nur, welche sportlichen Qualitäten sie mitbringen, sondern vor allem auch, welchen einwandfreien Charakter beide besitzen.“

Dass sich die beiden jungen Spieler trotz des freiwilligen Rückzugs aus der Oberliga bewusst für den HV Oberlausitz entschieden haben, wertet der Trainer als starkes Signal.
„Das hat uns imponiert. Beide wussten, wie die Ausgangslage aussieht, und trotzdem war für sie sofort klar, dass sie diesen Weg mitgehen und mit anpacken wollen. Genau solche Spieler braucht eine Mannschaft.“
Der freiwillige Gang in die Verbandsliga sorgte in den vergangenen Monaten für reichlich Gesprächsstoff. Dass diese Entscheidung nicht überall auf Zustimmung gestoßen ist, ist auch Florian Sieber bewusst.
„Natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen. Das ist völlig legitim. Wir haben die Entscheidung aus unserer Überzeugung gemeinsam und einstimmig im
Vorstand getroffen und jetzt geht es darum, nach vorne zu schauen. Wir wollen nicht zurückblicken, sondern versuchen gemeinsam etwas Neues aufbauen. Ob uns das gelingt können wir natürlich nicht versprechen - dass wir alles dafür tun schon!“
Die Stimmung innerhalb der Mannschaft gibt dafür allen Anlass. Besonders erfreulich sei die große Unterstützung aus dem eigenen Umfeld.
„Es gibt die Bereitschaft von ehemaligen Spielern, uns zu unterstützen, damit wir in der kommenden Saison zwei leistungsstarke Männermannschaften an den Start bringen können. Das zeigt, dass der Verein zusammensteht und jeder seinen Beitrag leisten möchte.“
Trotz des Neuanfangs weiß man beim HVO genau, welche Herausforderungen in der Verbandsliga warten. Mit Mannschaften wie dem ESV Dresden, Radeberg, Niederau, Rietschen, Pulsnitz oder der KJS Dresden wartet eine Liga, die qualitativ hervorragend besetzt ist.
„Die KJS Dresden ist für mich der Topfavorit. Aber auch die anderen Mannschaften verfügen über viel Qualität. Uns erwartet Woche für Woche eine anspruchsvolle Aufgabe.“
Die eigenen Ziele formuliert der HVO-Coach deshalb bewusst realistisch.
„Wir möchten eine ordentliche Rolle in der Verbandsliga spielen und den Zuschauern attraktiven Handball bieten. Der sofortige Wiederaufstieg ist aus meiner Sicht eher unrealistisch. Wenn sich im Laufe der Saison trotzdem eine Chance ergeben sollte, würden wir uns selbstverständlich nicht dagegen wehren.“
Dass erfahrene Leistungsträger wie Kevin Mühlan und Denny Mertig den eingeschlagenen Weg mitgehen, sei dabei ein enorm wichtiger Baustein.
„Solche Spieler geben einer jungen Mannschaft Halt – nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch daneben. Diese Mischung aus Erfahrung und jungen, hungrigen Spielern gefällt mir.“ Natürlich würde sich Sieber über 1-2 weitere Zugänge freuen - diesbezüglich finden und fanden noch Gespräche statt. „Vielleicht gelingt uns ja auch noch ein echtes Ausrufezeichen.“
Der erste Gradmesser der Vorbereitung wartet bereits in der kommenden Woche. Am Mittwoch, 22. Juli, empfängt der HV Oberlausitz Cunewalde um 19.50 Uhr in der Sporthalle am Sorbischen Begegnungszentrum den HSV Weinböhla zum ersten Testspiel der Vorbereitung. Weitere Vergleiche mit Oberligisten – unter anderem gegen Koweg Görlitz oder Plauen-Oberlosa II – sollen folgen.
Bis dahin wird weiter intensiv gearbeitet. Die Richtung stimmt, die Motivation ist spürbar – und genau dieses Gefühl möchte der HV Oberlausitz Cunewalde mit in die neue Saison nehmen.



