Meistertitel für HVO 2!
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Mit der „schönsten Niederlage der Saison“ sicherte sich die zweite Mannschaft des HV Oberlausitz Cunewalde zum zweiten Mal in Folge die Meisterschaft. Trotz der 28:31-Auswärtsniederlage im Derby beim LHV Hoyerswerda II reichte der Vorsprung in der Tabelle am Ende aus, um den Titel erneut nach Cunewalde zu holen. Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar definiert: Ein Sieg, ein Remis oder sogar eine Niederlage mit maximal drei Toren Differenz würden zur Meisterschaft reichen. Bei vier Toren Unterschied hätte es Entscheidungsspiele gegeben, ab fünf Toren Differenz wäre der Titel noch an Hoyerswerda gegangen.

Vor einer großartigen Derbykulisse entwickelte sich von Beginn an eine intensive und temporeiche Partie auf hohem Niveau. Hoyerswerda erwischte den besseren Start, verteidigte kompakt und nutzte seine Chancen konsequent. Cunewalde hatte zunächst Schwierigkeiten ins Spiel zu finden und erzielte den ersten Treffer erst nach rund sieben Minuten – ausgerechnet während einer doppelten Überzahl. Besonders LHV-Torhüter Bastian Kaiser hielt seine Mannschaft mit zahlreichen starken Paraden in Führung.
Doch die Cunewalder Mannschaft bewies einmal mehr ihren Charakter. Auch wenn der Gastgeber über weite Strecken spielbestimmend war, ließ sich der HVO nie abschütteln. Immer wieder stemmten sich die Gäste gegen die drohende höhere Niederlage und behielten gerade in den entscheidenden Phasen einen kühlen Kopf. Besonders in seinem letzten Spiel im Cunewalder Trikot übernahm Stefan Zahnow Verantwortung, ging voran und zeigte echte Führungsqualitäten – sowohl spielerisch als auch emotional.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Derby intensiv und spannend. Hoyerswerda kämpfte leidenschaftlich um die notwendige Fünf-Tore-Differenz und setzte Cunewalde permanent unter Druck. Die Stimmung in der Halle war entsprechend aufgeheizt, beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit hohem Tempo und großem Einsatz.
Als in der Schlussminute beim Stand von 31:28 ein Siebenmeter für Hoyerswerda die Chance auf den entscheidenden fünften Treffer bot, hielt in Cunewalde wohl jeder kurz den Atem an. Doch HVO-Keeper Bluhm parierte den Strafwurf nervenstark und hielt damit die Meisterschaft fest. Die endgültige Erlösung folgte nur wenige Sekunden später: 11 Sekunden vor dem Ende traf der junge Paul Wagner zum umjubelten Anschlusstreffer und machte endgültig klar – der Titel bleibt in Cunewalde.
So stand am Ende zwar eine Derby-Niederlage auf der Anzeigetafel, doch der Jubel gehörte trotzdem den Cunewaldern. Nach einer erneut erfolgreichen Saison krönte sich die zweite Mannschaft verdient zum Meister und verteidigte den Titel eindrucksvoll.
Gleichzeitig markiert dieser Erfolg auch einen Wendepunkt. Viele Spieler werden künftig den nächsten Schritt gehen und in die erste Mannschaft aufrücken. Für die zweite Mannschaft steht damit ein notwendiger Umbruch bevor. Umso schöner ist es, dass sich diese Mannschaft mit einer weiteren Meisterschaft verabschieden beziehungsweise neu formieren kann – mit Charakter, Zusammenhalt und einer Saison, die in Erinnerung bleiben wird.



