top of page

Fehlstart perfekt – HVO nach 0:4 Punkten gefordert

vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit

Der Start in die neue Verbandsliga-Saison ist für den HVO Cunewalde nicht wie erhofft verlaufen. Nach der durchaus erwartbaren Auftaktniederlage gegen den ESV Dresden, bei der die Mannschaft trotz zahlreicher Fehler zumindest kämpferisch überzeugen konnte, folgte im zweiten Heimspiel ein schmerzhafter Rückschlag. Gegen Aufsteiger SG Kurort Hartha unterlag der HVO knapp mit 28:29 und steht damit zunächst bei 0:4 Punkten.

Vor allem die Art und Weise der Niederlage stimmte Trainer Florian Sieber nachdenklich: „Am meisten ärgert mich die hohe Anzahl an individuellen Fehlern. Die war bereits im Auftaktspiel zu hoch und diesmal haben wir uns leider noch einmal gesteigert. Dazu kommen immer wieder gedankliche Schaltpausen, in denen der Gegner schneller und entschlossener wirkt.“


Dabei begann die Partie bereits nervös. Hartha führte zunächst mit 5:2, ehe der HVO zunehmend besser ins Spiel fand und beim 8:7 erstmals selbst in Führung ging. Nach dem 11:10 folgte die stärkste Phase der Gastgeber. Cunewalde setzte sich auf 14:10 ab und nahm schließlich eine 16:13-Führung mit in die Kabine.


Auch nach der Pause gelang zunächst das 17:13. Doch anschließend verlor der HVO zunehmend die Linie. Fehler im Ballvortrag und fehlende Konsequenz brachten die Gäste zurück ins Spiel. Beim 20:20 war die Partie wieder völlig offen.


Besonders bitter: In den ersten 21 Minuten nach der Halbzeit gelangen dem HVO lediglich fünf eigene Treffer. Aus dem 16:13 zur Pause war so bis zur 51. Minute ein 21:25-Rückstand geworden.


Die Begegnung schien zu diesem Zeitpunkt bereits zu kippen, doch Cunewalde zeigte Moral.


„Da kam zumindest noch einmal das Kämpferherz zum Vorschein“, so Sieber.


Innerhalb weniger Minuten kämpfte sich der HVO auf 25:26 heran und schaffte wenig später sogar den Ausgleich. Beim 27:27 war plötzlich wieder alles möglich. Ein technischer Fehler zur Unzeit und zwei Treffer der Gäste brachten Hartha jedoch erneut mit 29:27 in Führung.


Mende verkürzte noch einmal auf 28:29 und nach einem Ballverlust der Gäste bekam der HVO sogar die letzte Chance auf den Ausgleich. Mehr als 20 Sekunden standen noch auf der Uhr – doch Cunewalde brachte keinen Torwurf mehr zustande.


„Das passt leider ein Stück weit zu unserer momentanen Situation. Wir müssen es schaffen, über 60 Minuten konzentrierter und konsequenter zu agieren“, fasste Sieber zusammen.


Nach zwei Spielen steht damit ein Fehlstart, den beim HVO niemand schönreden möchte. Gleichzeitig besteht auch kein Grund, nach 0:4 Punkten bereits alles infrage zu stellen.


„Wir wussten, dass diese Saison nicht einfach wird. Jetzt dürfen wir nicht kopflos werden, müssen aber die richtigen Schlüsse aus den ersten Spielen ziehen. Verbandsliga-Handball verzeiht es nicht, wenn man über längere Phasen nicht voll da ist.“


Einfacher wird das Programm zunächst nicht. Mit Pulsnitz und Radeberg warten die nächsten anspruchsvollen Aufgaben. Dort wird es für den HVO darum gehen, die Fehlerquote zu reduzieren und über die gesamte Spielzeit ein anderes Gesicht zu zeigen.


Auch mit Blick auf die eigenen Anhänger hofft Sieber auf eine schnelle Reaktion: „Unsere Fans und die vielen ehrenamtlichen Helfer investieren viel Zeit und Herzblut, damit wir solche Heimspieltage erleben können. Auch ihnen gegenüber haben wir die Verantwortung, alles dafür zu tun, den Bock möglichst schnell umzustoßen.“


Der Saisonstart ist verpatzt – mehr aber auch noch nicht. Jetzt liegt es am HVO, aus den ersten beiden Spielen die richtigen Lehren zu ziehen und auf der Platte die passende Antwort zu geben.

 
 
bottom of page