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Cunewalder Männerteams weiterhin sieglos – die Saison läuft nicht nach Plan

vor 11 Minuten
3 Min. Lesezeit

HVO sucht nach dem ersten Erfolgserlebnis – Moral und Kampfgeist stimmen, doch zu viele Fehler verhindern bessere Ergebnisse

Der Saisonstart hatte sich beim HVO Cunewalde sicherlich anders vorgestellt. Nach mehreren Niederlagen in der bisherigen Spielzeit ist die Mannschaft weiterhin auf der Suche nach dem ersten Erfolgserlebnis. Dass die Saison kein Selbstläufer werden würde und nicht alles reibungslos verlaufen kann, war den Verantwortlichen und dem Trainerteam durchaus bewusst. Dennoch hatte man sich mehr ausgerechnet.


Trainer Florian Sieber findet dazu deutliche Worte: „Wir sind vier bis sechs Punkte, sprich zwei bis drei Siege, hinter meinen Erwartungen zurück und ich bin demnach auch enttäuscht.“ Trotz der ernüchternden Ergebnisse gibt es für ihn aber auch positive Ansätze. Vor allem die Moral innerhalb der Mannschaft und der kämpferische Einsatz stimmen den Trainer zuversichtlich.


Zu viele Fehler verhindern bessere Ergebnisse


Nach den Auftaktniederlagen gegen den ESV Dresden und dem dürftigen Auftritt gegen Hartha folgten weitere Rückschläge gegen Pulsnitz, Radeberg und zuletzt in Rietschen. Besonders bitter war dabei die Niederlage gegen Pulsnitz, in der die Cunewalder zwischenzeitlich in Führung lagen, am Ende aber erneut ohne Punkte dastanden.


Auch in Radeberg und Rietschen gelang es nicht, etwas Zählbares mitzunehmen. Dabei ärgert den Trainer weniger allein die Tatsache, dass die Spiele verloren gingen, sondern vielmehr die Art und Weise, wie sich die Mannschaft teilweise um ein besseres Ergebnis bringt.


„Am meisten ärgert es mich, dass wir es in diesen Spielen nicht geschafft haben, die Niederlagen knapper zu gestalten. Gerade in Rietschen waren wir zehn Minuten vor Ende auf zwei Tore ran und bekommen noch ein 35:27 aufgebürdet. Auch wenn der Sieg für Rietschen verdient war, sind es am Ende vier bis fünf Tore zu hoch ausgefallen“, bilanziert Sieber.


Ein Problem zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die bisherigen Partien: zu viele technische Fehler und einfache Ballverluste. Immer wieder bringen sich die Cunewalder damit selbst in Schwierigkeiten und machen sich die Chance auf ein besseres Ergebnis zunichte. Gerade in entscheidenden Spielphasen fehlt es an der nötigen Konsequenz und Ruhe im Spielaufbau. So bleibt am Ende häufig das Gefühl, dass durchaus mehr möglich gewesen wäre.


Ordentlicher Auftritt im Sachsenpokal macht Mut


Auch im Sachsenpokal blieb dem HVO ein Erfolgserlebnis verwehrt. Gegen den Oberligisten SV 04 Plauen-Oberlosa setzte es eine weitere Niederlage. Dennoch zeigte die Mannschaft in dieser Begegnung einige Fortschritte. Vor allem in der Abwehrarbeit und hinsichtlich Leidenschaft und Einsatzbereitschaft waren positive Entwicklungen erkennbar.


Die rund 150 Zuschauer honorierten den engagierten Auftritt der Cunewalder nach Spielende mit Applaus. Ein Zeichen dafür, dass sich die Mannschaft trotz der schwierigen sportlichen Situation nicht hängen lässt und mit ihrer Einstellung durchaus überzeugen kann.


Auch Trainer Sieber konnte der Pokalpartie einiges abgewinnen: „Letztlich war der Auftritt sehr ordentlich und ich gehe nicht unzufrieden nach Hause. Aber die Ballverluste zwischen der 16. Minute und der Halbzeit waren einfach zu viel. Zudem dürfen wir uns nicht den Luxus erlauben, gleich vier Siebenmeter zu verwerfen.“


Gerade diese Szenen zeigen, woran die Mannschaft weiter arbeiten muss. Die kämpferische Einstellung stimmt, und auch spielerisch sind Fortschritte zu erkennen. Um sich dafür endlich zu belohnen, müssen die Cunewalder ihre Fehlerquote jedoch deutlich reduzieren und ihre Chancen konsequenter nutzen.


Jetzt beginnen die Wochen der Wahrheit


Zunächst wartet mit dem schweren Auswärtsspiel bei Niederau noch eine anspruchsvolle Aufgabe auf den HVO. Anschließend wird es ernst: Ab dem 7. November stehen mit den Begegnungen gegen Bernstadt, Radebeul und Hoyerswerda II richtungsweisende Wochen bevor.


In diesen drei Spielen müssen die Cunewalder unbedingt punkten. Dafür braucht es über die gesamte Spielzeit hinweg mehr Konstanz, weniger einfache Fehler und vor allem die nötige Konsequenz in den entscheidenden Situationen.


Die bisherigen Ergebnisse sind enttäuschend, doch die Saison ist noch lang. Die Moral stimmt, der Einsatz ist da und erste Fortschritte sind sichtbar. Nun gilt es, diese Ansätze in Punkte umzumünzen. Denn eines ist klar: Gute Leistungen und kämpferischer Einsatz allein reichen nicht aus – am Ende zählen die Ergebnisse.


Auch unsere zweite Mannschaft ist bis dato sieglos. Die erfolgsverwöhnte HVO-Reserve muss sich nach dem Aderlass noch finden. Auch hier erhoffen wir uns in den kommenden Wochen weitere positive Entwicklungen und endlich zählbares. Sicherlich muss man länger zurückschauen, um einen derart verpatzten Saisonstart festzustellen.



 
 
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