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Totgesagte leben länger – Cunewalde trotzt dem Favoriten

  • fsieber89
  • vor 15 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

EHV Aue – HV Oberlausitz Cunewalde 27:27 (10:14)


Was für ein Statement! Als Vorletzter der Tabelle reiste der HV Oberlausitz Cunewalde zum Tabellendritten nach Aue – und zeigte allen Kritikern und Skeptikern eindrucksvoll, dass diese Mannschaft lebt. Unter dem Motto „Totgesagte leben länger“ erkämpfte sich der HVO ein hochverdientes 27:27-Unentschieden und hätte bei etwas mehr Kaltschnäuzigkeit sogar als Sieger von der Platte gehen können.

Dabei begann die Partie aus Cunewalder Sicht nahezu perfekt. Nur beim 3:2 lag der HVO überhaupt einmal im Hintertreffen – danach übernahm Cunewalde die Kontrolle.

Die Mannschaft sichtlich erleichtert nach harten 60 Minuten!
Die Mannschaft sichtlich erleichtert nach harten 60 Minuten!

Trotz spürbarer Nervosität und einiger vergebener Chancen legten die Gäste stets vor und ließen sich auch von erneut sehr kurzfristigen Ausfällen am Spieltag nicht aus der Bahn werfen. Die Mentalität stimmte von der ersten Minute an.


Defensiv präsentierte sich Cunewalde in der ersten Halbzeit bärenstark. In einer kompakten Verbundabwehr, gestützt auf einen erneut starken Torhüter Anys, hielt man Aue bei lediglich zehn Treffern. Offensiv nutzte der HVO seine Möglichkeiten konsequent und nahm eine verdiente 14:10-Führung mit in die Pause.


Besonders die Rückkehr von Brabec tat dem Angriffsspiel sichtbar gut und brachte zusätzliche Struktur und Durchschlagskraft.


Einziger Kritikpunkt aus Sicht von Trainer Sieber war der Beginn des zweiten Durchgangs:

„Der Start in die zweite Halbzeit war etwas nervös, hier lassen wir Aue zu schnell verkürzen“, so der Coach. Doch was danach folgte, war purer Kampf, Wille und Leidenschaft. Beide Teams schenkten sich nichts, die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe.

In der Schlussphase hatte Cunewalde sogar die große Chance, auf zwei Tore davonzuziehen – ließ diese jedoch ungenutzt und musste nach einer weiteren vergebenen Möglichkeit noch einmal zittern.


Der letzte Wurf der Gastgeber landete schließlich im Cunewalder Block undin den Händen von Jan Dohnal – der ebenfalls ab der 50.Minute einige wichtige Bälle sicherte.

Trainer Sieber zeigte sich nach Abpfiff hochzufrieden:

„Ich bin stolz auf die Truppe. Neben Anys möchte ich besonders den Innenblock mit Pokorny und Mühlan loben. Die mussten 60 Minuten durchbuckeln, haben einen fantastischen Job gemacht und ihr Herz auf der Platte gelassen.“


Unterm Strich steht ein Punkt, der sich wie ein kleiner Sieg anfühlt – nicht nur wegen der Tabellenkonstellation, sondern vor allem wegen der Art und Weise. Und ganz nebenbei zeigte die Mannschaft, dass vorschnelle Abgesänge nach dem Spiel gegen Zwönitz wohl doch etwas verfrüht waren.


Mit diesem positiven Gefühl gilt es nun, sich auf das anstehende Derby gegen Görlitz vorzubereiten – ein echtes Endspiel, ein Abstiegskrimi, nicht mehr und nicht weniger. Cunewalde hat in Aue jedenfalls eindrucksvoll bewiesen: Diese Mannschaft ist noch lange nicht am Ende.

 
 
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