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Interview mit Tom Tempel - aus dem SG Nachwuchs in die Jugendbundesliga!

Ein junger Spieler aus Taubenheim - welcher in der SG Cunewalde-Sohland das Handball ABC erlernte spielt nun in Potsdam in der Juniorenbundesliga. Sein aktueller Trainer ist dabei niemand geringeres als Alexander Haase - der Europameister Co-Trainer der Bad Boys 2016. Wir trafen Tom auf ein Interview. Lest selbst:



Hallo Tom. Du hattest das Handball-ABC bei der SG Cunewalde/Sohland begonnen und spielst mittlerweile in der Jugendbundesliga in Potsdam. Erzähle uns doch mal deinen sportlichen Werdegang?

Ja richtig. Angefangen hat alles beim Handball mit der SG Cunewalde/Sohland. Meine damalige Grundschulsportlehrerin hatte mir empfohlen, bei der SG Cunewalde/Sohland ein Schnuppertraining zu besuchen. Ja, und das war der Beginn meiner Handball-Leidenschaft und meines Handballstrainings. Nach dieser ersten Trainingseinheit spielte ich für zwei Jahre(2011-2013) bei der SG. Mit dem Ende der Grundschulzeit und dem damit einhergehenden Schulwechsel habe ich den Handball kurzzeitig ein Stück zur Seite gelegt und mich auf die Schule konzentriert. Im Oktober 2015 war es aber wieder soweit. Der Handball hatte mich wieder gepackt und ich begann wieder beim SG CunewaldeSohland in der D-Jugend zu trainieren und zu spielen. Dort spielte ich dann von 2015 bis Ende April 2018. Mit Beginn meines 10. Schuljahres bekam ich die Chance zu einem Wechsel an die Lausitzer Sportschule zum LHC Cottbus und habe sie ergriffen. Meine Trainer waren dort Peter Melzer und Jacek Bedzikowski. Beim LHC durfte ich dann meine beiden B – Jugend Jahre spielen (2018-2020). Mit Ende des 11. Schuljahres fasste ich den Entschluss, eine Bewerbung an den VfL Potsdam zu senden. Nach erfolgreich absolvierten Probetrainings erhielt ich die Zusage. So habe ich mich seit diesem Schuljahr noch einmal verändert und trainiere seitdem an der Sportschule Potsdam beim 1.VfL Potsdam, meinem jetzigen Verein.

Der Wechsel nach Potsdam erfolgte kurzfristig. Gab es Bedenken, diesen Schritt zu gehen? Hast du dir Rat eingeholt?

Trotz meiner Bewerbung für Potsdam gab es Anfangs schondie ein oder anderen Bedenken. Ein erneuter Schulwechsel, der noch längerer Anfahrtsweg und die Trennung von meinen Freunden in Cottbus und nicht zuletzt die Frage, was erwartet mich in Potsdam sollen nur beispielhaft genannt sein. Ich habe mir natürlich auch von verschiedenen Seiten Rat eingeholt, denn diese Entscheidung wollte ich wohl überlegt treffen. Ich selber habe mir viele Gedanken darüber gemacht, habe mit meinen Eltern und Freunden lange über diese Entscheidung gesprochen. Rückblickend kann ich heute sagen, dass diese Bedenken sich dann aber als unbegründet aufzeigten, da ich echt super von der Mannschaft aufgenommen wurde.

Dir ist es sicherlich schwergefallen – Cottbus zu verlassen. Was gab letztlich den Ausschlag?

Cottbus und meine Mannschaft zu verlassen war trotz aller Möglichkeiten eine schwere Entscheidung. Hinter der Mannschaft steht ja auch ein Team - Freunde. Zum Großteil haben wir auch alle im Haus der Athleten gemeinsam gewohnt. Gerade die Trennung von meinen beiden WG-Mitbewohnern war eine schwere Entscheidung. Und dennoch habe ich die Entscheidung für Potsdam getroffen.

Ich habe in Cottbus viele tolle Freunde, auch aus anderen Sportarten und ebenso tolle Teamkameraden kennenlernen dürfen mit denen ich Siege feiern konnte und Niederlagen verkraften musste. Es war eine tolle Zeit, die mich geprägt hat und ich nicht missen möchte. Auch wenn man sich jetzt nicht mehr jeden Tag sehen kann, bin ich mit einigen noch gut befreundet und in ständigen Kontakt.

Allerdings war mein Ziel, mich handballerisch noch weiter zu entwickeln und dazuzulernen. Und das möchte ich natürlich auch weiterhin. Auch wenn mir die Entscheidung zum Schluss wirklich schwerfiel, fand ich, dass der VfL die größeren und eventuell auch besseren Möglichkeiten für eine eventuellprofessionellere Entwicklung bietet. Das gab den Ausschlag und so habe mich für den Wechsel entschieden.

Wie waren deine ersten Monate in Potsdam?

Die ersten Monate in Potsdam waren für mich noch einmal eine Umstellung. Die Trainingseinheiten waren noch etwas intensiver. Die ersten Wochen dienten zum Kennenlernen und Eingewöhnen, aber das ging tatsächlich schneller als erwartet. Ich wurde wirklich super aufgenommen und in die Mannschaft integriert. Durchgeführte Teamtrainings erleichterten die Anfangsphase dabei sehr. So fand ich schon ziemlich schnell einen guten Draht zu allen. Auch wenn es anfangs natürlich eine neue Mannschaft war, fühlte ich mich schnell sehr gut angenommen.

Du trainierst in Potsdam unter Alex Haase – dem ehemaligen Europameister Co-Trainer von Deutschland (unter Dagur Sigurdsson). Wie kann man das Training einschätzen? Gibt es Unterschiede zu Cottbus?

Zum Training sage ich nur so viel, dass es natürlich noch eine Stufe höher wurde, noch intensiver. Das habe ich aber erwartet. Jeder hat das Ziel, das Team voran zu bringen, in dem man ständig versucht sein Bestes zu geben. Für all das ist natürlich unser Trainer verantwortlich. Er geht jedes Training mit gutem Beispiel voran. Er verlangt viel, versucht dabei aber nur, das Beste aus jedem einzelnen rauszuholen. Er spornt uns an, um mit uns den nächsten Schritt zugehen. Alex ist diszipliniert, ehrgeizig und genau diese Eigenschaften erwartet er von jedem Spieler.

Mittlerweile wurdest du positionstechnisch umgeschult. Wo spielst du mittlerweile?

Seit letzter Saison trete ich nicht mehr als Rückraumspieler, sondern als Kreisläufer auf der Platte.

Welche Ziele verfolgst du die nächsten Jahre? Hast du bereits berufliche Vorstellungen?

In den nächsten Jahren möchte ich mich im Handball weiter verbessern, denn ich merke, dass ich noch viel vor mir habe, um mit dem VfL-Team wirklich mithalten zu können. Schulisch ist mein Ziel das Abitur erfolgreich abzuschließen. Berufliche Vorstellung habe ich einige, aber die sind noch nicht konkret. Einen Studiengang für Lehramt oder Sporttherapeut ist dabei in der engeren Wahl. Vielleicht wird es aber auch eine ganz andere Richtung. Da lege ich mich noch nicht fest.

Hin und wieder besuchst du in deinen Ferien die Trainingseinheiten vom HVO. Ist das Training ebenso anspruchsvoll?

Für die Möglichkeit, an den Trainingseinheiten beim HVO teilnehmen zu dürfen, möchte ich die Gelegenheit hier nutzen um an dieser Stelle dafür danke zu sagen. Ich bin immer wieder dankbar darüber, wenn ich in den Ferien mit trainieren darf. Es ist ja immerhin nicht selbstverständlich. Das Training selbst macht mir jedes Mal Spaß und ich hoffe, es ist bald mal wieder eine Gelegenheit, ein Training zu besuchen. Das Training kann man hinsichtlich der Intensität trotz alledem nicht mit dem des VFL vergleichen, was nicht böse klingen soll.

Du durftest im Februar 2019 zum Trainingslager der Männer nach Eisenerz (Österreich) mit den CunewalderJungs? Ein tolles Erlebnis?

Das damalige Trainingslager war echt eine tolle Erfahrung. Für mich persönlich eine Auszeichnung, diese Tage miterleben zu dürfen. Ein tolles Erlebnis und es hat echt Spaß gemacht.

Es gibt Gerüchte, um einen ominösen Bierdeckel-Vertrag für 2022. Was ist da dran?

Ja, das ist eine schöne Sache. Der Bierdeckelvertrag entstand ebenfalls in Eisenerz, in dem ich geradezu genötigt wurde,diesen zu unterschreiben😊 Auf dem Bierdeckel ist sozusagen festgeschrieben, dass ich ab 2022 für den HVO spielen soll. Als Bezahlung wurden 3 Kästen Bier aufgerufen. Wer kann da schon „Nein“ sagen. Aber wie war das noch mal, gab es die drei Kästen dann monatlich?

Welche Kontaktpunkte hast du noch zu deinen ehemaligen Team oder Trainern?

Aus meiner Zeit beim SG Cunewalde /Sohland sind ein paar mir sehr wichtige Freundschaften entstanden, zu denen ich auch heute noch Kontakt habe. Manchmal ist es nur wirklich schwer, die Zeit für gemeinsame Treffen zu finden. Der Kontakt bezieht sich dabei auf ein paar Jungs aus der jetzigen A- Jugend, die damals schon wichtige Freunde für mich geworden sind, Marvin Gocht, Paul Wagner und Lucas Posselt. Diese drei sind seit Jahren meine engsten Freunde, die eben vor allem als Freunde stehts da waren und mir bei jeder Entscheidung zugesprochen haben.

Vom Trainerstab habe ich nur zu Florian Sieber Kontakt. Ihn habe ich schon eher durch einen schönen Zufall über unseren Nachbarn kennengelernt. Er stand mir ebenfalls bei meiner Entscheidung, nach Potsdam zu wechseln, mit seinem Rat zur Seite. Florian hat mir empfohlen und zugesprochen, die Chance zu ergreifen. Er sah einen Wechsel ebenfalls als sinnvoll an, der meiner Entwicklung als Spieler viel helfen würde. Vor allem mit den Voraussetzungen, wie sie der VFL bietet und die Möglichkeit unter Alex Haase zu trainieren, sollte ich seiner Ansicht nach nutzen.

Zum Abschluss noch paar kurze Fragen:

Wer ist dein handballerisches Vorbild?

Hendrik Pekeler als Kreisläufer ist für mich ein handballerisches Vorbild.

Dein bisheriges handballerisches Highlight?

Handballerisches Highlight: - Der erste Auftritt in der Jugendbundesliga für den VFL, gegen die Füchse Berlin

Pizza oder Nudeln?

Ehrlich? Dann keins von Beiden …..ich gehöre eher zur Döner-Fraktion.

Berge oder Meer?

Berge oder Meer: Meer


Danke Tom für das Interview und weiterhin viel Erfolg.

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