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Rückblick 1.Sachsenligasaison - 3.Spieltag! Sieg in Döbeln

Der Wahnsinn geht weiter. Aufsteiger Cunewalde mischt die Sachsenliga auf und fährt auch im dritten Spiel der Saison einen Sieg ein - nach dramatischen Verlauf. Es war eine Freude mit anzusehen - wie die Cunewalder Handballer in Döbeln auftrumpften. Ohne Angst und sichtlich motiviert hielt man von Beginn an dagegen, wobei die Gastgeber ebenfalls mit tollen Aktionen aufwarteten. Es entwickelte sich ein temporeiches Handballspiel vor einer tollen Zuschauerkulisse. Volak im Cunewalder Tor kam zunächst nicht wie gewünscht in die Begegnung und ließ seine Form aus den ersten Spielen vermissen. Er sollte in der Schlussphase eine wichtige Rolle einnehmen - als er eine unberechtigte Rote Karte sah. Diese wurde nach der Begegnung zurückgenommen - auch auf Hinweise der Döbelner hin. "Das war eine feine Geste - auch die Schiedsrichter haben Größe bewiesen. Zum Glück hatte diese Disqualifikation keine Auswirkung auf unser Ergebnis." so Trainer Kindermann. Das Ergebnis war letztlich wieder positiv aus Cunewalder Sicht - da man die Begegnung mit Beginn der zweiten Halbzeit an sich reißen konnte - auch dank einiger Havel und Schunke Treffer. Letztlich konnte man aus einem 15:17 Halbzeitrückstand noch einen 32:28 Auswärtssieg machen - was nach schwacher erster Halbzeit niemand mehr für möglich hielt. Nun folgt mit Riesa das nächse Spiel der Saison. Ob ein vierter Sieg gelingen kann?

Der Gegner schrieb:


Neudorf/Döbelner besiegen sich selbst!


Döbelner Anzeiger, 02.10.2012


Zur Pause hat die HSG vorn gelegen. Plötzlich ist der Faden gerissen und das Spiel ging verloren.

Kopfschüttelnd verlassen die Zuschauer die Döbelner Stadtsporthalle. Sie können nicht verstehen wie sich die Sachsenligahandballer der HSG Neudorf/Döbeln das Spiel gegen die SG Motor Cunewalde noch aus der Hand nehmen lassen konnten. In die Kabine waren die HSG-Männer noch mit einer Zwei-Tore-Führung (17:15) gegangen, am Ende hieß es 28:32.

Nicht nur die Zuschauer können die Niederlage nicht fassen. HSG-Trainer Sven Kretzschmar geht es genau so. „Wir haben den Gegner 40 Minuten lang im Griff gehabt. Dann verschenken wir den Sieg, indem wir uns in zu viele Einzelaktionen einlassen, indem wir uns mit den Schiedsrichtern anlegen. Besonders die Disziplinlosigkeiten in dieser Phase geben mir zu denken“, sagte Kretzschmar.

Zunächst hatten die Trainer durchaus Grund zur Freude. Die Neudorf/Döbelner setzten in der ersten Hälfte ihre taktische Marschroute gut um und erspielte sich verdientermaßen einen knappen Vorsprung. Nach der Pause bekamen die Lausitzer mehr und mehr Oberwasser. Sie erarbeiteten sich einen Vorsprung von zwei, drei Toren, den die Gastgeber nicht mehr entscheidend verringern konnten. Zuletzt war die HSG beim 25:26 (52.) am Ausgleich dran. Doch eine Minute später führten die Gäste mit 28:25. Auch eine Auszeit der HSG-Trainer sollte nichts mehr bringen. Zu clever behaupteten die Cunewalder den Vorsprung. Die HSG ließ das Zusammenspiel vermissen, zu oft wurden die Aktionen zu eigensinnig abgeschlossen. Konsequenz war die dritte Niederlage. „Wir müssen weiter hart arbeiten, müssen die Defizite der Vorbereitung ausgleichen. Nur wenn wir uns 60 Minuten als Mannschaft präsentieren, können wir gewinnen“, gibt Sven Kretzschmar die Hoffnung nicht auf.

HSG Neudorf/Döbeln: Halwaß, Scheunert, Priemer (3), Koy, Bairich (5), Richter (3), Voigt, Blech (2), Seefeld, Weber (5/2), Hälsig (2), Henoch (2), Schumann (6). SR: Augsburg/Kopschina (Radebeul). Zu: 250.



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